Andreas Buchwald

Ätzen mit der Toner-Transfer-Methode

Die folgenden Bilder dokumentieren meinen Versuch im Mai 2008, eine Platine mittels der Toner-Transfer-Methode herzustellen. Es handelt sich um Version 3.1 meiner Platine '2tone'.


Zuerst habe ich mein Platinenlayout spiegelverkehrt mit einem Laserdrucker (Kyocera FS-920) auf eine Seite eines Elektronikkatalogs gedruckt. Das Katalogpapier ist dünn und sehr glatt. Die Teile der Platine, auf denen die Kupferbeschichtung weggeätzt werden sollte, blieben unbedruckt. Dann habe ich das bedruckte Trägerpapier ausgeschnitten.


Die mit Kupfer beschichtete Platine habe ich mit Alkohol und einem Papiertuch von Fett und Staub befreit.


Das Trägerpapier habe ich auf die Platine gelegt (mit der bedruckten Seite auf das Kupfer) und dies mit einem Stück Klebefilm fixiert.


Die Platine habe ich dann acht mal durch ein Laminiergerät geschoben. Durch die Hitze wurde der am Trägerpapier haftende Toner erneut flüssig, durch den Druck haftete er auch an der Kupferfläche fest.


Danach habe ich die Platine abkühlen lassen. Das Trägerpapier klebte fest auf der Platine.


In ein Spülbecken habe ich warmes Wasser laufen lassen und einen kleinen Spritzer Spülmittel dazu gegeben.


Die Platine habe ich in das Spülwasser gelegt. Dabei weichte das Trägerpapier auf.


Nach einigen Minuten ließ sich das Trägerpapier ganz vorsichtig von der Platine lösen.


Der Toner blieb dabei auf der Kupferoberfläche zurück und diente als Schutz gegen das Ätzmittel.


Damit der Toner noch fester am Kupfer haftete und keine Ätzlösung zwischen den Tonerteilchen hindurch drengen konnte, habe ich den Toner und die Kupferoberfläche mit einem Heißluftgebläse für eine Minuten stark erhitzt. Durch dieses Nachbrennen schlossen sich die Poren im Toner, die durch die Struktur des Trägerpapiers zurückgeblieben waren.


Anschließend habe ich die Ätzlösung angesetzt. Dazu habe ich 500 ml Wasser in einem Erlenmeyerkolben auf gut 50 °C erhitzt und auf einem Magnetrührer 100 g Natriumpersulfat darin aufgelöst.


Die Ätzlösung habe ich in eine Ätzschale gegeben, diese habe ich wieder auf den Magnetrührer gestellt.


Die Platine habe ich in den Äztlösung gelegt. Der Magnetrührer hielt die Ätzlösung in leichter Bewegung.


Nach wenigen Minuten ließ sich erkennen, wie die Kupferbeschichtung von der Platine geäzt wurde.


Nach dem Ätzvorgang habe ich die Platine unter klarem Wasser abgespült. Der Toner haftete noch immer auf dem stehen gebliebenen Kupfer.


Die Äztlösung habe ich in einen Kunststoffbehälter gefüllt, damit sich diese später erneut nutzen lässt.


Mit der rauen Seite eines Spülschwammes ließ sich der Toner von der Platine waschen.


Dann war es an der Reihe, die Löcher für die Bauteile in die Platine zu bohren.


Dies habe ich mit einer Tischbohrmaschine und einem 0,8 und einem 1,0 mm dicken Hartmetallbohrer erledigt.


Nach dem die Löcher in der Platine waren, habe ich das oben gezeigte Verfahren wiederholt, um die Platinenoberseite zu beschriften. Wichtig ist, dass man nicht vergisst, die Platine erneut von Fett und Staub zu befreien, sonst haftet der Toner nicht.


Anschließend habe ich ein großes Loch in die Mitte der Platine gefräst. In diesem Loch sollte Platz für den Magneten eines Lautsprechers sein.


Die 25 mm Lochdurchmesser reichen genau aus.


Wenn die Platine fertig aufgebaut ist, soll sie Platz in diesem Gehäuse finden.